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Uruguay: Papstbesuch soll Glauben und Kirche stärken

05.11.2026 10:08
Uruguay/Vatikan/Kirche/Papst/Glaube/Papstbesuch
In Paysandu feiert Leo XIV. am Wochenende die erste Messe seiner am Freitag beginnenden Lateinamerika-Reise - Bischof von Salto hofft auf neuen Impuls zur Evangelisierung im stark säkularisierten Uruguay
Montevideo, 05.11.2026 (KAP) Der Papstbesuch als Impuls für eine neue missionarische Dynamik in Uruguay: Darauf hofft der Bischof der Diözese Salto, Arturo Fajardo, vor dem am Freitag beginnenden Besuch von Leo XIV. in seinem Land. Die Reise könne den Glauben der Menschen neu beleben und den Zusammenhalt der Kirche stärken, sagte Fajardo in einem Interview mit Radio Vatikan. Am Samstag (7. November) wird der Papst in der Stadt Paysandu in der Diözese Salto die erste Messe seiner zwölftägigen Lateinamerikareise feiern.

"Es ist ein Geschenk, das der Heilige Vater unserem Land macht", erklärte Fajardo, dessen Diözese Salto rund ein Viertel des uruguayischen Staatsgebiets umfasst, zur Papstreise, die Leo XIV. neben Uruguay auch nach Argentinien und Peru führt. Zugleich sei der Besuch eine Verantwortung. Er hoffe, dass das Ereignis "einen neuen Impuls zur Evangelisierung" gebe.

Mehrere Zehntausend Gläubige erwartet

Zu der Messe in Paysandu werden mehrere Zehntausend Gläubige im Parque Paris-Londres, einem Parkgelände im Süden der Stadt, erwartet. Ursprünglich war eine Feier am Ufer des Flusses Uruguay geplant. Wegen möglicher Überschwemmungen wurde der Ort geändert.

Paysandu liegt rund 380 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Montevideo. Wegen der Nähe zur argentinischen Provinz Entre Rios werden auch Tausende Pilger aus dem Nachbarland erwartet. Auch Gläubige aus Brasilien sollen an der Messe teilnehmen.

Bischof Fajardo verwies gegenüber Radio Vatikan auf die besondere religiöse und historische Bedeutung der Stadt. Paysandu sei von einer tiefen Volksfrömmigkeit geprägt. Die Basilika habe einen herausragenden Platz im Leben der Bevölkerung.

Gedenken an seligen Bischof Vera

Die Papstmesse wird als Votivmesse zu Ehren des 2023 seliggesprochenen Jacinto Vera (1813-1881) gefeiert. Er war der erste katholische Bischof Uruguays. Vera gilt als Vorbild für eine intensive pastorale und missionarische Arbeit der Kirche im Land. Bekannt ist er zudem als Förderer der sozialen Versöhnung im angespannten Klima des uruguayischen Bürgerkriegs im 19. Jahrhundert. "Ich halte ihn für ein Vorbild an 'Parrhesie' - ein Mensch, der sich mit Leib und Seele in den Dienst der Kirche und des ihm anvertrauten Volkes gestellt hat", so Bischof Fajardo über Vera.

Für die heutige Kirche in Uruguay formulierte Fajardo drei Anliegen, die der Papstbesuch stärken solle: "Unsere Herzen füreinander öffnen, unsere Gemeinschaft als Brüder und Schwestern stärken und unseren Einsatz für die Verkündigung des Evangeliums der Freude erneuern." Angesichts gesellschaftlicher Polarisierung sei es zudem wichtig, Gemeinsamkeiten zu finden und eine Kultur der Begegnung zu fördern.

Kein anderes Land Lateinamerikas ist nur annähernd so stark säkularisiert wie Uruguay. Nur rund ein Drittel der mehr als 3,5 Millionen Einwohner bezeichnet sich als katholisch. Die Kirche steht vor der Herausforderung, den Glauben in einer Gesellschaft weiterzugeben, in der viele Menschen keiner Religionsgemeinschaft angehören.

(Offizielle Website zum Papstbesuch in Uruguay: https://papaleonuruguay.uy)

(Laufend aktualisiertes Kathpress-Themenpaket mit allen Meldungen und Hintergrundberichten zur Papstreise unter www.kathpress.at/Papst-Leo-in-Suedamerika)
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