Ergebnisse der routinemäßigen Kontrolluntersuchungen laut Ärzten im Normbereich
Vatikanstadt, 15.10.2026 (KAP) Neues ärztliches Kommuniqué zur Gesundheit des Papstes: Die Ergebnisse der routinemäßigen Kontrolluntersuchungen zwei Tage nach der Krebs-Operation von Leo XIV. liegen im Normbereich, wie der Vatikan am Donnerstagmittag mitteilte. Eine Röntgenaufnahme seines Brustkorbs zeigte eine gute Erholung der operierten Lunge, so die behandelnden Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora.
Der Papst könne seine täglichen Aktivitäten selbstständig verrichten, hieß es. Nach Worten des vatikanischen Pressesprechers Matteo Bruni nahm Leo XIV. auch wieder seine Arbeit auf.
Während am Mittwoch zunächst nur von Physiotherapie für die Atmung die Rede war, macht der 71-Jährige inzwischen Bewegungsübungen für den ganzen Körper. Insgesamt verläuft die postoperative Phase planmäßig, so der Vatikan.
Leo XIV. ist auf den Beinen
Donnerstagfrüh war bereits mitgeteilt worden, dass Leo XIV. nach seiner zweiten ruhigen Nacht im römischen Gemelli-Spital aufgestanden sei und gefrühstückt habe. Sein Krankenhausaufenthalt ist auf etwa eine Woche veranschlagt. Welche weiteren Behandlungen sich nach der vollständigen Entfernung des Adenokarzinoms ergeben, sollen unter anderem histologische Befunde in den nächsten Tagen zeigen.
Leo XIV. war am Dienstag ein bösartiger Lungen-Tumor entfernt worden. Laut seinen Ärzten verläuft die Genesung des gebürtigen Chicagoers planmäßig. "Der Papst ist in guter Stimmung", verlautete Vatikansprecher Matteo Bruni am Mittwoch. In einem eigens dafür eingerichteten Raum auf seiner Spitals-Etage konzelebriert das Kirchenoberhaupt auch wieder die heilige Messe, er feierte also gemeinsam mit einem oder mehreren Priestern einen Gottesdienst.
Botschaft des Papstes an Vatikan-Konferenz
Am Mittwochabend wurde zudem eine Botschaft des Papstes zum Abschluss der Konferenz zum zehnten Jahrestag des Dokuments "Amoris laetitia" von Papst Franziskus veröffentlicht. Darin würdigte Leo XIV. den Beitrag von Familien für eine lebendige Ortskirche. Er dankte den rund 200 Teilnehmern der einwöchigen Konferenz; neben Familien und weiteren Fachleuten waren dies Vorsitzende von Bischofskonferenzen weltweit, darunter der Salzburger Erzbischof Franz Lackner, sowie Oberhäupter der katholischen Ostkirchen.
Der Papst bat die Teilnehmenden, "für mich zu beten, so wie ich für euch bete". Die Bitte um ein Gebet hatte Papst Franziskus stets bei Audienzen und anderen Gelegenheiten geäußert; von Leo XIV. ist sie bisher kaum bekannt. Die Botschaft hatte Leo bereits am Dienstag im Vatikan unterzeichnet.
Nächste Papst-Termine wären Assisi und Südamerika
Weiterhin erhält der Papst Genesungswünsche aus aller Welt, darunter aus seiner US-Heimat. Präsident Donald Trump wünschte Leo XIV. eine schnelle Genesung. "Ich möchte, dass Papst Leo wieder gesund wird", sagte er am Mittwoch vor Journalisten. "Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass er schnell wieder gesund wird."
Bis 20. Oktober waren zunächst alle Audienzen des Papstes abgesagt. Als nächster größerer Termin des Kirchenoberhaupts steht am 27. Oktober die Teilnahme am 40. Jahrestag des interreligiösen Friedensgebets von Assisi mit Vertretern von 17 Religionen und Konfessionen bevor.
Vor allem die Frage, ob Leo XIV. seine Lateinamerikareise wird antreten können, bewegt viele. Vom 6. bis 17. November will Leo XIV. nach Uruguay, Argentinien und in seine zweite Heimat Peru reisen.
Vatikan veröffentlicht Botschaft von Leo XIV. am Teilnehmer von am MIttwoch beendeter "Amoris laetitia"-Konferenz über die kirchliche Ehe- und Familienpastoral - Kirchenoberhaupt bittet versammelte Bischofskonferenz-Vorsitzende und Familienvertreter: "Betet für mich"