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Dom im Sommer, Klagenfurt, 11. August 2009
Bild Copyright: © Diözesan-Pressestelle/Assam

Kärnten: Kirche zeigt vielfältiges Wirken im Land auf

26.09.2026 10:35
Österreich/Kirche/Statistik/Wirtschaft/Bildung/Gesundheit/Kultur
Knapp 3.360 Schüler besuchen eine von 14 katholischen Privatschulen - 97 Prozent aller katholischen Kinder und Jugendlichen im Religionsunterricht - Ordensspitäler versorgten 2025 18.500 Patienten stationär und 51.000 ambulant
Klagenfurt, 26.09.2026 (KAP) Am Mittwoch wurden österreichweit und in den einzelnen Diözesen die Kirchenstatistik 2025 sowie die Finanzberichte 2025 veröffentlicht; so auch in der Diözese Gurk. Die Diözese hat darüber hinaus in einer aktuellen Aussendung aber auch eine Leistungsbilanz vorgelegt und auf ihr vielfältiges Wirken im Land verwiesen, sei es in den Bereichen, Bildung, Gesundheit, Soziales oder Kultur.

Der Bildungsbereich zählt laut Aussendung zu den besonders wichtigen kirchlichen Schwerpunkten. An 14 katholischen Privatschulen in Kärnten wurden demnach im Schuljahr 2025/2026 insgesamt 3.358 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die St. Hemma-Stiftung, die Caritas, Pfarren und Orden betreiben in Kärnten 50 Kindergärten, 20 Kindertagesstätten, drei Horte und drei Ganztagesschulen. Zudem führt die Caritas neun Lerncafés und eine sozialpädagogische Einrichtung für Kinder und Jugendliche.

Der Religionsunterricht erfreue sich in Kärnten hoher Akzeptanz, hieß es weiter: Knapp 97 Prozent der insgesamt 39.273 katholischen Schülerinnen und Schüler Kärntens besuchten im Schuljahr 2025/2026 den katholischen Religionsunterricht. Überdies nahmen 1.969 Schülerinnen und Schüler ohne religiöses Bekenntnis am katholischen Religionsunterricht teil. Im Schuljahr 2025/2026 waren in der Diözese Gurk 366 Religionslehrkräfte - davon rund 91 Prozent Laien - tätig.

Das Katholische Bildungswerk Kärnten und die "katoliska prosveta" erreichen jährlich bei rund 2.700 Veranstaltungen rund 35.000 Menschen. Schwerpunktbereich ist die Bildungsarbeit für Seniorinnen und Senioren, Eltern, Menschen aus bildungsbenachteiligten Gesellschaftsschichten sowie Menschen mit Migrationshintergrund. Das Katholische Familienwerk, die Katholische Frauenbewegung und der Katholische Akademikerverband seien mit weiteren rund 500 Veranstaltungen pro Jahr wichtige Säulen der Kärntner Erwachsenenbildungslandschaft, hieß es.

Darüber hinaus organisiere das Bildungshaus Sodalitas in Tainach/Tinje jährlich rund 550 Veranstaltungen mit theologischen und pastoralen Schwerpunkten sowie Exerzitien in beiden Landessprachen. Die "jungeKirche" Kärnten biete zudem ein umfangreiches Angebot in der Kinder- und Jugendarbeit an.

In den zwei Ordensspitälern der Diözese Gurk, dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit/Glan und dem Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt, würden jährlich rund 18.500 Patienten stationär und 51.000 ambulant medizinische Betreuung auf hohem Niveau, menschliche Zuwendung und Fürsorge auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes erfahren.

Vielfältige Hilfe für Menschen

Auch die Arbeit der Caritas wurde präsentiert. Die Caritas helfe etwa über Sozial- und Lebensberatungsstellen sowie die Telefonseelsorge. Weitere Wirkungsbereiche seien etwa die Wohnungslosenhilfe, eine Notschlafstelle, eine Sozialrechtsberatung oder die Lebensmittelausgabe LEA. Dazu kämen etwa auch die Katastrophenhilfe im In- und im Ausland, die Caritas-Läden ("carlas"), die Männer- und Suchtberatung, Gewaltprävention, sowie Hilfe rund um Asyl und Integration sowie die Auslandshilfe. Darüber hinaus leitet die Caritas zwölf Pflegewohnhäuser und zehn Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Sie ist überdies in der mobilen Betreuung und Pflege aktiv und bietet auch einen mobilen Hospiz- und Besuchsdienst.

Pfarren als Orte des kulturellen Lebens.

Besondere Bedeutung kommt den Pfarren über die Seelsorge hinaus auch als Ort der Kultur zu. In den 336 Kärntner Pfarren sorgen demnach 142 Kirchenchöre mit rund 2.400 Sängerinnen und Sängern, 75 Kinder- und Jugendchöre mit rund 900 Mitgliedern, 174 Kantorinnen und Kantoren sowie 178 Organistinnen und Organisten für die musikalische Gestaltung der Gottesdienste jeden Sonn- und Feiertag. Dazu kämen die Beiträge von Singgemeinschaften, Musikkapellen, Volks- und Musikschulen und vielen Einzelpersonen, die sich musikalisch bei den Gottesdiensten engagieren. Vor allem im Sommer seien Kärntner Kirchen Schauplätze kultureller Höhepunkte.

Bauen und Restaurieren

Im Jahr 2025 beliefen sich die baulichen Investitionen der Diözese und Pfarren auf 8,33 Mio. Euro, wobei rund 2,70 Mio. Euro aus dem Kirchenbeitrag finanziert wurden. 2,90 Mio. Euro wurden von der Diözese und den Pfarren aus Eigenmitteln und Spenden, 1,29 Mio. Euro von der öffentlichen Hand aufgebracht, hieß es.

Die jährlich rund 350 Restaurierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an den zum Teil Jahrhunderte alten Bauwerken - 95 Prozent des diözesanen Gesamtgebäudebestandes sind denkmalgeschützt - würden in erster Linie von örtlichen und regionalen Handwerks- und Gewerbebetrieben durchgeführt, unterstrich die Diözese. Damit stärke die Katholische Kirche die heimische Wirtschaft und leiste einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze im Bau- und Baunebengewerbe in Kärnten, insbesondere auch im ländlichen Raum.

Nachhaltiges Energiemanagement, Verbrauchsreduktion und der Umstieg auf erneuerbare Energien fänden zudem bei allen Baumaßnahmen Berücksichtigung und Umsetzung. So würden beispielsweise rund 60 Prozent der beheizten Gebäude in den Pfarren mit erneuerbaren Energieträgern beheizt.

Bestand von Kirchen gesichert

Im Interview mit dem Kärntner "Sonntag" haben der Gurker Finanzkammerdirektor Gerhard Salzer und Diözesanökonom Burkhard Kronawetter u. a. zur Immobilienfrage Stellung genommen. Der Bestand von Kirchen in der Diözese sei auf jeden Fall gesichert. Denn "zum einen gibt es eine große Identifikation der Bevölkerung mit diesen Gebäuden. Zum anderen sind Kirchen viel mehr als eine Immobilie: Sie sind vor allem geistliche und spirituelle Räume", hielten die beiden fest.

Künftig werde durch Pfarrverbände aber eine gewisse Anzahl von Pfarrhöfen oder weiteren Gebäuden für die pastorale Arbeit nicht mehr erforderlich sein: "Wir wollen mit den Pfarren verbindlich festlegen, welche dieser Gebäude weiterhin für die Seelsorge notwendig sind, und welche nicht. Für Letztere braucht es dann eine neue Nutzung, hielten die beiden Wirtschaftsverantwortlichen fest. Das könne eine Vermietung sein bis hin zu einem Verkauf. Es gebe aber auch Beispiele, "wo mit dem Geld durch den Verkauf des einen Gebäudes ein modernes, wesentlich zweckdienlicheres errichtet wurde".
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