Portugals Präsident im Vatikan: Migration und Frieden als Themen
24.09.202613:46
Vatikan/Portugal/Papst/Staatsoberhaupt/Diplomatie
Papst empfing sozialdemokratischen Politiker António José Martins Seguro in Audienz
Vatikanstadt, 24.09.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat Portugals Präsidenten António José Martins Seguro am Donnerstag in Audienz empfangen. Es folgten Gespräche über verschiedene politische Themen mit dem vatikanischen Außenbeauftragten, Erzbischof Paul Richard Gallagher, wie der Vatikan mitteilte. Seguro (64), Politiker der sozialdemokratischen Partido Socialista, ist seit März Präsident der Republik Portugal.
Bei der Unterredung im Staatssekretariat ging es insbesondere um die Folgen globaler Konflikte, um Migration, die Bedeutung internationaler Beziehungen, die Achtung des Völkerrechts sowie die Dringlichkeit eines fortgesetzten Engagements für den Frieden. Ebenso sprachen Seguro und Gallagher über die sozioökonomische Entwicklung und die Förderung des Gemeinwohls, wie es hieß.
Papstbesuch in Portugal?
Bei den "herzlichen Gesprächen" sei zudem die Zufriedenheit über die guten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Portugal zum Ausdruck gebracht worden, so der Vatikan. Mögliche weitere Themen könnten die seit 2023 geltende Neuregelung der Sterbehilfe oder auch ein Besuch von Leo XIV. in dem Land gewesen sein.
Papst Franziskus (2023-2025) war im August 2023 zum Weltjugendtag nach Portugal gereist und hatte dabei auch den Wallfahrtsort Fatima besucht. Dieser feiert 2027 den 110. Jahrestag der Marienerscheinungen von 1917.
Im semipräsidentiellen System Portugals verfügt der Präsident als Staatsoberhaupt über weitreichende Befugnisse. Regierungschef ist seit April 2024 Luís Montenegro, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei.