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Bild Copyright: © Josef Kuss / Österreichische Bischofskonferenz

Bischof Glettler: Kirche bleibt verlässliche Begleiterin in Tirol

23.09.2026 11:59
Österreich/Kirche/Statistik/Seelsorge/Glettler
"Gerade heute, wo die Künstliche Intelligenz zunehmend alle Lebensbereiche erfasst, wird die Nähe zu Menschen durch Seelsorge und persönliche Begleitung immer kostbarer" - Kirchenstatistik 2025: In der Diözese Innsbruck leben mehr als 341.000 Katholikinnen und Katholiken
Innsbruck, 23.09.2026 (KAP) Das vielfältige Wirken der Kirche hat der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler hervorgehoben. Er äußerte sich in einer Aussendung anlässlich der Veröffentlichung der Kirchenstatistik, des Finanzberichts und der Leistungsbilanz 2025. Die Zahlen machten deutlich, dass Kirche weit mehr sei als die Feier von Gottesdiensten. Seelsorge finde in Pfarren, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen, Bildungseinrichtungen und vielen weiteren Bereichen des gesellschaftlichen Lebens statt, so der Bischof: "Kirche begleitet Menschen an den Schwellen des Lebens - in erfreulichen Momenten ebenso wie in Krankheit, Trauer und in schwierigen Situationen. Sie steht an der Seite von sozial Ausgegrenzten, wirkt in Bildung und Schulen, unterstützt Menschen in Not und engagiert sich für die Bewahrung der Schöpfung."

Mit Stichtag 31. Dezember 2025 lebten in der Diözese Innsbruck 341.329 Katholikinnen und Katholiken. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies laut Statistik einen Rückgang um 5.434 Personen beziehungsweise rund 1,6 Prozent. Im Jahr 2025 verzeichnete die Diözese Innsbruck 4.421 Kirchenaustritte. Das sind um 845 Austritte weniger als im Jahr zuvor. Gleichzeitig wurden 383 Wiederaufnahmen und 14 Aufnahmen registriert, zudem widerriefen 40 Personen ihren Austritt innerhalb der gesetzlichen Frist. Die Entwicklung zeigt laut Diözese, dass die Beziehung vieler Menschen zur Kirche differenzierter geworden ist und neben Austritten auch bewusste Schritte zurück in die kirchliche Gemeinschaft stattfinden.

Dazu erklärte Bischof Glettler: "Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, dass unzählige Menschen ganz verlässlich die Aktivitäten unserer Kirche unterstützen. Dafür allen ein herzliches Dankeschön, besonders auch jenen, die nur selten an den Gottesdiensten teilnehmen." Dementsprechend unerfreulich sei aber auch jeder Kirchenaustritt, "weil dahinter Menschen mit ganz persönlichen Erwartungen stehen. Gleichzeitig ist Kirche weit mehr als das, was sich in Mitgliedszahlen und Statistiken abbilden lässt."

Die Diözese Innsbruck setzt weiterhin auf niederschwellige Angebote für Menschen, die sich erneut mit Kirche und Glauben auseinandersetzen möchten. Über die Website www.dibk.at/wiedereintritt ist eine erste Kontaktaufnahme unkompliziert möglich. Im Mittelpunkt stünden dabei persönliche Gespräche und individuelle Begleitung, hieß es in der Aussendung.

Kirche begleitet Menschen

Im Jahr 2025 wurden in der Diözese Innsbruck 2.960 Taufen gefeiert, 3.937 Kinder empfingen die Erstkommunion, 3.266 Jugendliche das Sakrament der Firmung. Zudem fanden 578 kirchliche Trauungen statt, während bei 3.437 Begräbnissen Menschen und Familien in Zeiten des Abschieds begleitet wurden.

Zum pastoralen Personal zählen 124 Diözesanpriester, 120 Ordenspriester, 70 Ständige Diakone sowie 203 Ordensfrauen und 37 Ordensbrüder. Darüber hinaus engagieren sich zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende in den unterschiedlichsten Bereichen kirchlichen Lebens.

In der Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung engagierten sich etwa 1.644 Frauen und Männer. 1.133 Personen begleiteten Kinder auf dem Weg zur Erstkommunion, weitere 511 unterstützten Jugendliche in der Firmvorbereitung. Hinzu kämen zahlreiche Menschen, die sich in Pfarrgemeinderäten, liturgischen Diensten, Kirchenmusik, Bildungsarbeit sowie im sozialen und karitativen Bereich einbringen. Sie würden einen unverzichtbaren Beitrag für das Zusammenleben in den Pfarren und darüber hinaus leisten, hieß es.

Nähe und Orientierung in zunehmend digitalisierter Welt

Bischof Glettler sprach allen Engagierten seine Anerkennung aus und unterstrich in der Aussendung die bleibende Relevanz kirchlicher Präsenz: "In einer zunehmend digitalisierten Welt gibt die Kirche mit der Botschaft Jesu eine wertvolle Orientierung. Gerade heute, wo die Künstliche Intelligenz zunehmend alle Lebensbereiche erfasst, wird die Nähe zu Menschen durch Seelsorge und persönliche Begleitung immer kostbarer." Dafür wolle die katholische Kirche auch in Zukunft stehen, obwohl die knapper werdenden finanziellen Mittel auch personelle Einschränkungen zur Folge hätten, räumte der Bischof ein.

Rainer Kirchmair, Ökonom der Diözese Innsbruck, wies in der Aussendung darauf hin, dass Kirchenbeitragszahler die Möglichkeit haben, einen Teil ihres Beitrags gezielt einem bestimmten kirchlichen Aufgabenbereich zu widmen.

(Die amtliche Kirchenstatistik 2025, der Finanzbericht sowie die Leistungsbilanz finden sich unter www.katholisch.at/kirche-in-zahlen.)

(Alle Meldungen zur aktuellen Kirchenstatistik im Kathpress-Themenschwerpunkt unter www.kathpress.at/kirchenstatistik2025)
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