"Wer wird Millionär?"-Kandidatin scheitert an Vatikan-Frage
22.09.202613:08
Deutschland/Vatikan/Fernsehen/Kirche/Papst/Buntes
Quiz-Teilnehmerin bei deutscher "Millionenshow"-Version schloss aus, dass eine Frau Regierungschefin des Vatikanstaats ist - Moderator Jauch: "Die katholische Kirche ist weiter, als Sie denken"
Bonn, 22.09.2026 (KAP/KNA) In der Quizshow "Wer wird Millionär?" im Sender RTL ist erneut eine Kandidatin an einer Vatikan-Frage gescheitert. Die Chemikerin aus Nortorf in Schleswig-Holstein tippte in der am Montagabend ausgestrahlten Sendung der deutschen Version der "Millionenshow" bei der 32.000-Euro-Frage auf Brasilien. Richtig gewesen wäre Vatikanstadt.
Moderator Günther Jauch wollte wissen, wo am 1. März 2025 erstmals eine Frau Regierungschefin geworden sei, berichtete die Nachrichtenagentur KNA. Zur Auswahl standen die USA, China, Brasilien und Vatikanstadt. Die Kandidatin schloss den Vatikan aus mit dem Hinweis, dort gebe es wohl einen großen Männerüberhang. Jauch sagte nach der falschen Antwort: "Da werden Sie ein Opfer Ihres Vorurteils." Und: "Die katholische Kirche ist weiter, als Sie denken."
Seit dem 1. März 2025 steht die italienische Ordensfrau Raffaella Petrini an der Spitze des Governatorats des Vatikanstaats. Papst Franziskus (2013-2025) hatte ihr in einem aufsehenerregenden Schritt dieses Amt übertragen, das zuvor ein Kardinal innehatte. Petrini ist die erste Frau in dieser Funktion. Da sie die Sicherheitsvariante gewählt hatte, blieb der Quiz-Kandidatin trotz der falschen Antwort ein Gewinn von 16.000 Euro.
Erst wenige Wochen zuvor war eine andere Kandidatin bei "Wer wird Millionär?" ebenfalls an einer Vatikan-Frage gescheitert. Damals ging es um die sogenannte "Kammer der Tränen", in die sich ein neu gewählter Papst vor seinem ersten öffentlichen Auftritt zurückzieht. Die Kandidatin hatte zunächst selbst diese Antwort vermutet, ließ sich dann aber vom Publikumsjoker zur Seufzerbrücke umstimmen. Diese liegt aber nicht in Rom, sondern in Venedig. Sie fiel dadurch auf 500 Euro zurück.
Italiens Medien sprechen von einem zunehmend rosafarbenen - sprich: weiblicheren - Vatikan: Doch die Personalpolitik von Leo XIV. folgt offenbar weniger symbolischen Debatten als schlicht der Kompetenz der Kandidatinnen - Von Kathpress-Korrespondentin Severina Bartonitschek
Governatorat-Präsidentin und Sozialwissenschaftlerin Sr. Petrini ruft zu "Allianz zwischen Mensch und Technologie" auf, beruhend auf Verantwortung, Kooperation und Bildung