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Burgenländische Pilger auf Spuren von Mutter Teresa in Skopje

22.09.2026 12:01
Österreich/Nordmazedonien/Albanien/Kirche/Orthodoxe/Glaube
Bischof Zsifkovics mit Pilgergruppe in Geburtsregion der Heiligen - Bischof von Skopje betonte verbindende Kraft im multireligiösem Land und über Grenzen hinaus
Eisenstadt/Skopje, 22.09.2026 (KAP) Der Eisenstädter Bischof Ägidius J. Zsifkovics führt derzeit eine Pilgerreise der Diözese Eisenstadt auf den Spuren der heiligen Mutter Teresa durch deren Geburtsregion, in der Menschen unterschiedlicher Religionen zusammenleben. Die Heilige der katholischen Kirche verbinde alle - "die Kirche in Österreich, die Kirche in Mazedonien und die ganze Welt", sagte der Bischof von Skopje, Kiro Stojanov, bei der Begrüßung der Pilger in der Herz-Jesu-Kathedrale in Skopje, wo er gemeinsam mit Zsifkovics die heilige Messe feierte.

Die Mehrheit der Bevölkerung in Nordmazedonien gehört dem orthodoxen Christentum an, gefolgt von der islamischen Religionsgemeinschaft. Zugleich leben dort Gläubige des römisch-katholischen und des byzantinisch-katholischen Ritus zusammen, wie der Bischof hervorhob.

Das Evangelium vom Weinberg nahm Stojanov zum Anlass, an das Vorbild Mutter Teresas sowie der Heiligen Kyrill und Method zu erinnern, die aus der christlichen Tradition des Ostens stammen. "Diese kleine Kirche hat zwar nicht viele kanonisierte Heilige, dennoch aber großartige Persönlichkeiten hervorgebracht", so der Bischof. Die Slawenapostel hätten es in Europa möglich gemacht, dass die Kirche "mit beiden Lungen" atme, zitierte er den heiligen Johannes Paul II.

Das Wirken der Heiligen sei auch heute ein Auftrag: "Der Wert unserer Arbeit und unseres Lebens bemisst sich nicht in Stunden, Tagen oder Jahren - nicht nach unseren Maßstäben -, sondern in der Tiefe unseres Glaubens, der Größe unserer Selbstlosigkeit, der Stärke unserer Liebe und unserer Bereitschaft, Gottes Ruf zu folgen", so Stojanov. Das treffe auch auf Mutter Teresa aus Kalkutta zu, die aus Skopje stammte und die Welt verändert habe: "Schlicht und bescheiden, aber reich an Herzensgüte gegenüber den Ärmsten der Armen, lebt ihr Geist in ihrem Charisma und in ihren Mitschwestern weiter, die ebenfalls in Skopje wirken."

Noch bis Samstag reisen die burgenländischen Pilger durch Nordmazedonien und Albanien, um dem Wirken der Heiligen nachzuspüren. Ein zentraler Höhepunkt der Route ist die UNESCO-Weltkulturerbestadt Ohrid, die aufgrund ihrer zahlreichen Kirchen auch als "Jerusalem des Balkans" bekannt ist. Nach dem Besuch bedeutender Heiligtümer wie der Kirche Hl. Sophia führt eine Schifffahrt über den Ohridsee zum Kloster St. Naum, einem der bedeutendsten Zentren der orthodoxen Christenheit.

Der Weg führt die Pilger weiter nach Albanien, in die als "Wiege der albanischen Kultur" bezeichnete Stadt Korca sowie zum Kloster Ardenica. In der albanischen Hauptstadt Tirana steht der Besuch der St.-Paul-Kathedrale mit ihrer Mutter-Teresa-Darstellung auf dem Programm, bevor die Reise mit einer Visite der Stadt Shkodra im Norden des Landes und einer heiligen Messe in der St.-Stephans-Kathedrale abgerundet wird.
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