Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:
Bischof László Varga
Bild Copyright: © Magyar Kurir

Bischof: Kirche in Ungarn muss frei das Evangelium vertreten

21.09.2026 13:30
Ungarn/Kirche/Gesellschaft/Soziales
Bischof Varga bei Katholischen Sozialtagen in Kaposvar: Kirche soll nicht als politischer Akteur, sondern als Zeugin der Menschenwürde und des gesellschaftlichen Friedens präsent sein
Budapest, 21.09.2026 (KAP) Die katholische Kirche in Ungarn soll "frei und mit prophetischer Stimme" das Evangelium vertreten: Dazu hat Bischof László Varga im Rahmen der Katholischen Sozialtage (KATTARS) aufgerufen, die am Wochenende in seiner Bischofsstadt Kaposvar stattgefunden haben. Dazu gehöre, die eigenen Beziehungen zur Macht zu überprüfen, den Dialog mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu lernen, Pluralismus anzunehmen und sich vor allem jenen zuzuwenden, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt worden seien.

Sowohl im persönlichen der Christen als auch im kirchlichen Leben seien Veränderungen notwendig, forderte der Bischof. Die Kirche müsse eine Gewissenserforschung vornehmen. "Ich weiß nicht, wo wir stehen, aber ich weiß, dass man es besser machen kann", so Varga in seiner Ansprache bei dem Sozialfestival.

Die jährlich in einer anderen ungarischen Stadt organisierten Sozialtage verbinden Elemente des Glaubenslebens, der Kultur und eines Festivals. Von 17. bis 19. September konnten sich kirchliche Gemeinschaften, Institutionen, Bewegungen und Organisationen im südwestlichen Kaposvar der Öffentlichkeit präsentieren.

Mit dem Motto "Für eine gerechtere und brüderlichere Welt" knüpften die Veranstalter an einen vor 30 Jahren veröffentlichten Hirtenbrief der Ungarischen Bischofskonferenz an, der die gesellschaftliche Entwicklung des Landes nach der politischen Wende analysiert hatte. Das Festival beleuchtete aktuelle Fragen der ungarischen Gesellschaft aus wirtschaftlicher, soziologischer und psychologischer Perspektive und fragte danach, wo und auf welche Weise die Kirche heute in der Gesellschaft präsent sein müsse.

Kirche soll Zeugin der Menschenwürde sein

Bischof Varga rief weiter dazu auf, "als Christ in Wahrheit zu lieben". Ausgehend von der eigenen Bekehrung bedeute dies, den anderen zu achten, ihm zuzuhören und die Liebe anschließend in konkrete gesellschaftliche Verantwortung umzusetzen. Die Kirche, die ihre privilegierte gesellschaftliche Stellung verloren habe, dürfe die veränderte gesellschaftliche Situation nicht als Kränkung oder Verlust erleben, appellierte der Bischof. Sie solle weder die Nähe zur Macht suchen, noch der Gesellschaft mit Kritik, Ablehnung oder Verurteilung begegnen, sondern die neue Situation als Chance zur Evangelisierung verstehen.

In der Nachfolge Christi müsse die Kirche sich auf die Seite der Armen und Verwundeten stellen und dabei nicht nur die Folgen von Ungerechtigkeit lindern, sondern auch auf deren strukturelle Ursachen hinweisen, betonte Varga. So könne die Kirche nicht als politischer Akteur, sondern als Zeugin der Menschenwürde, der Solidarität, der Gerechtigkeit und des gesellschaftlichen Friedens in der Gesellschaft präsent sein.

Man müsse sich auch davon lösen, sich von allen Seiten vorgeben zu lassen, wer der Feind sei, wen man hassen, verachten oder meiden und wen man lieben solle, rief der Bischof die Christen auf. Für den Aufbau einer "gerechteren und brüderlicheren Welt" sei entscheidend, wie man mit seinen Feinden umgehe. Man müsse bereits sein, auch ihnen gegenüber den Weg der Liebe einzuschlagen, zu vergeben und sich zu versöhnen.
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen