Schau "Aqva" in der Vatikanbibliothek verbindet jahrhundertealte Bücher der Sammlung mit zeitgenössischer Kunst und widmet sich dem zerstörerischen wie lebenswichtigen Element Wasser
Vatikanstadt, 14.09.2026 (KAP) An seinem 71. Geburtstag hat Papst Leo XIV. eine neue Ausstellung in der Vatikanbibliothek eröffnet. "Aqva" verbindet jahrhundertealte Bücher der Sammlung mit zeitgenössischer Kunst und widmet sich dem zerstörerischen wie lebenswichtigen Element Wasser. Höhepunkt der Schau ist eine 30 Meter hohe und 70 Meter breite Welle des französischen Street-Art-Künstlers JR. Die Installation umschließt die gesamte Fassade der päpstlichen Bibliothek. Zu sehen ist sie bis Mai 2027.
Papst Leo XIV., dessen Mutter Bibliothekarin war, besuchte "seine" Büchersammlung am Montag zum ersten Mal. Obwohl selbst Jubilar, brachte er den Mitarbeitenden ein Geschenk mit. Weil die Lagerkapazitäten der Bibliothek wie auch des Archivs an ihre Grenzen stoßen, spendiert das Kirchenoberhaupt einen Neubau im Vatikan. Eine eigene Stiftung soll das Vorhaben finanzieren und verwalten.
Papst Leo XIV. lobte die Offenheit und Weitsicht der Bibliothek. Diese zeige sich bereits in ihren humanistischen Ursprüngen: Es gebe nicht nur Werke der Theologie, sondern auch vieler anderer Wissenschaften. Neben europäischen und christlichen Büchern umfasse die Sammlung auch Werke aus anderen Religionen sowie aus allen Teilen der Welt. "In diesem Sinne zeugt die Apostolische Bibliothek von der alten und neuen kulturellen Offenheit der Kirche", so der Papst.
Die an diesem Montag begonnene Ausstellungsreihe bestätige dies. Leo XIV. rief die Mitarbeitenden auf: "Also, vorwärts! Treu der Vergangenheit und treu der Zukunft, finden Sie mit den Ihnen eigenen Sprachen und Mitteln neue Wege der Versöhnung."
Die Ausstellung "Aqva" ist Teil eines fünfjährigen Ausstellungszyklus, der sich mit Ängsten und Hoffnungen der Menschheit auseinandersetzt. Die Schau über das Element Wasser ist bis 14. Mai ausschließlich freitags und samstags zu besichtigen. Der genaue Zeitplan werde noch bekanntgegeben, hieß es.
Für Bücher ist Wasser vor allem eins: eine Gefahr - Die Vatikanbibliothek macht diese Angst nun zum Ausgangspunkt einer neuen Ausstellung unter dem Titel "Aqva"