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Tirol: Caritas-Sommersammlung für Bunnenbau in Mali und Burkina Faso
Hilfsprojekt
Bild Copyright: © Photo Bata

Caritas Tirol sammelt für Wasserhilfe in Burkina Faso und Mali

08.08.2026 14:31
Österreich/Kirche/Hilfsorganisation/Armut/Wasser/Caritas
Sommersammlung rund um Mariä Himmelfahrt ermöglicht Brunnenbau und Wasserversorgung - Bischof Glettler: Sauberes Trinkwasser ist grundlegendes Menschenrecht
Innsbruck, 08.08.2026 (KAP) Die Caritas Tirol ruft auch heuer mit ihrer Sommersammlung rund um Mariä Himmelfahrt (15. August) zu Spenden für Menschen in Burkina Faso und Mali auf. Angesichts zunehmender Wasserknappheit und internationaler Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit habe sich dort die humanitäre Lage deutlich verschärft. "Armut ist kein Naturgesetz", schreibt Caritas-Tirol-Direktorin Elisabeth Rathgeb in einem Spendenaufruf in der "Tiroler Tageszeitung" (8. August). Sie sei "das Ergebnis einer Weltordnung, die Millionen Menschen systematisch benachteiligt". Während in manchen Teilen der Welt der Wohlstand wachse, kämpften andernorts unzählige Menschen täglich ums Überleben.

Angesichts zunehmender Trockenheit werde auch in Österreich bewusst, "wie kostbar Wasser ist", betonte der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler, der die Sammlung unterstützt. Sauberes Trinkwasser sei ein grundlegendes Menschenrecht. Darum sei es umso wichtiger, "Solidarität zu zeigen und Menschen in Not zu unterstützen". Armut mache auch vor den eigenen Landesgrenzen nicht Halt, so Rathgeb in der "Tiroler Tageszeitung". 102.000 Menschen lebten in Tirol an oder unter der Armutsgrenze. "Ich denke, dass wir uns als Christinnen und Christen nicht daran gewöhnen dürfen. Das Evangelium kennt keine Gleichgültigkeit gegenüber Not und Elend", appellierte auch sie zu Solidarität mit Menschen im In- und Ausland.

1973 hat die Caritas Tirol die erste Sommersammlung für Afrika gestartet: Auslöser war die große Dürre- und Hungerkatastrophe in der Sahelzone. Mit Tiroler Spendengeld konnten allein in den vergangenen 20 Jahren mehr als 170 Brunnen in Mali und Burkina Faso gebaut oder rehabilitiert werden, teilte die Hilfsorganisation mit. Tausende Menschen hätten von der Sommersammlung der Hilfsorganisation profitiert: Sie hätten sauberes Trinkwasser, könnten ihre Felder bewässern und Gemüse ernten, ihre Familien und Haustiere ernähren und das Schulgeld für ihre Kinder erwirtschaften, berichtete Rathgeb.

Besonders Frauen und Mädchen würden vom Ausbau der Wasserversorgung profitieren, da sie in vielen Regionen traditionell für das Wasserholen zuständig seien. Kürzere Wege bedeuteten mehr Zeit für Schule oder Erwerbsarbeit und reduzierten zugleich das Risiko von Gewalt auf langen Wegen zu den Wasserstellen, hieß es seitens der Hilfsorganisation. "Allerdings ist es nicht damit getan, einfach einen Brunnen zu bohren. Unser Ansatz geht weiter: Die Menschen vor Ort werden im Umgang mit den Anlagen geschult, Hygienebeauftragte ausgebildet und die langfristige Versorgung mit Trinkwasser sowie die Bewässerung von Feldern und die Versorgung von Nutztieren sichergestellt", erklärte die Leiterin der Caritas-Auslandshilfe, Julia Stabentheiner.

(Info: www.caritas-tirol.at; Spendenkonto: Raiffeisen Landesbank Tirol, BIC: RZTIAT22, IBAN: AT79 3600 0000 0067 0950)
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