Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

Kardinal Parolin beendet Mexiko-Reise mit Appell für Mitgefühl

08.08.2026 12:37
Mexiko/Guatemala/Kirche/Papst/Politik/Vermisste/Friedensplan
Kardinalstaatssekretär traf Präsidentin Sheinbaum und Vertreter des "Nationalen Dialogs für den Frieden" - Parolin würdigte auch Einsatz von Müttern, die nach ihren verschwundenen Kindern suchen
Mexiko-Stadt, 08.08.2026 (KAP) Mit einem Appell zu Empathie und Beharrlichkeit im Einsatz für den Frieden hat Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Donnerstag seinen dreitägigen Mexiko-Besuch beendet. Während seines Aufenthalts traf er unter anderem Präsidentin Claudia Sheinbaum, Außenminister Roberto Velasco Álvarez und Vertreter des Nationalen Dialogs für den Frieden, wie "Vatican News" am Freitag berichtete. Bei seiner Reise begegnete er auch Angehörigen von Verschwundenen und würdigte insbesondere den Einsatz von Müttern, die nach ihren verschwundenen Kindern suchen.

Parolin war am 4. August aus Guatemala nach Mexiko weitergereist. In Guatemala hatte der Kardinal zuvor anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem mittelamerikanischen Land einen mehrtägigen Besuch absolviert.

Bei seinem Gespräch mit Präsidentin Sheinbaum ging es nach Angaben des vatikanischen Staatssekretariats um gemeinsame Anliegen, insbesondere um die Förderung von Frieden und Entwicklung. Im Gespräch mit Außenminister Velasco Álvarez standen die Beziehungen zwischen Mexiko und dem Heiligen Stuhl sowie aktuelle Herausforderungen der internationalen Gemeinschaft im Mittelpunkt.

Ein Schwerpunkt des Besuchs war das Treffen mit Vertretern des Nationalen Dialogs für den Frieden. Daran beteiligten sich Wissenschaftler, Regierungsvertreter, Religionsführer, Unternehmer und Polizisten ebenso wie Mütter, die nach ihren verschwundenen Angehörigen suchen. In Mexiko gelten Zehntausende Menschen als vermisst oder verschwunden; das mexikanische Register führt mehr als 130.000 Menschen als verschwunden oder nicht lokalisiert. Angehörige organisieren sich vielfach in Suchkollektiven.

"Schmerz anderer mitfühlen"

Bei dem Treffen betonte Parolin, dass Frieden mit der Fähigkeit beginne, den Schmerz anderer mitzufühlen. Bezugnehmend auf das Zeugnis einer Mutter aus Puebla, die nach ihrem verschwundenen Sohn sucht, sagte der Kardinal, Frieden sei "eine Kunst" und zugleich eine tägliche Aufgabe. Parolin rief die Teilnehmer auf, ihren Einsatz fortzusetzen. Ihre Erfahrungen könnten auch für andere Regionen der Welt, die unter Gewalt leiden, zum Vorbild werden.

Die Teilnehmer berichteten ihrerseits über konkrete Projekte zur Förderung des Friedens. So schilderten Angehörige von Verschwundenen und staatliche Stellen aus Puebla ihre Zusammenarbeit, die sich im Rahmen des Nationalen Dialogs entwickelt habe. Ein Polizeibeamter aus Ecatepec hob hervor, dass verschiedene christliche Kirchen gemeinsam an Friedensprojekten und an einem bürgernahen Polizeimodell arbeiten. Vertreter aus Oaxaca berichteten, dass der Dialog auch Priestern in besonders gefährdeten Regionen neue Hoffnung und Unterstützung gegeben habe.

Zum Abschluss sicherte Parolin den Teilnehmern die Unterstützung des Heiligen Stuhls zu. Ihr Einsatz schenke vielen von Gewalt geprägten Regionen Mexikos Hoffnung und verdiene Anerkennung, betonte der Kardinal.

Auch bei der Messe in der Basilika von Guadalupe am Mittwoch, 5. August, richtete Parolin den Blick auf die Angehörigen Verschwundener. Wie die katholische Nachrichtenagentur ACI Prensa berichtete, erinnerte er in seiner Predigt an die vielen Mütter in Mexiko, die beharrlich und im Glauben nach ihren verschwundenen Kindern suchen. Ihr Beispiel, so Parolin, verdiene Unterstützung und Gebet.
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen