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Wien: Neue Tradition des "Antoniusmarsches" gestartet

16.06.2026 07:30
Österreich/Kirche/Brauchtum/Glaube
Wallfahrt mit 200 Gläubigen von der Antonskirche durch die Innenstadt in die Alservorstadt wurde vom Minoritenorden initiiert
Wien, 16.06.2026 (KAP) Mehr als 200 Gläubige haben am Samstag am ersten sogenannten "Antoniusmarsch" in Wien teilgenommen. Die vom Wiener Minoritenkonvent initiierte Prozession führte von der Antonskirche im 10. Gemeindebezirk quer durch mehrere Teile der Innenstadt bis in die Alservorstadt. Anlass war das franziskanische Jubiläumsjahr zum 800. Gedenken an den Transitus des heiligen Franz von Assisi. Bereits am Vormittag versammelten sich die Teilnehmenden zu einer Andacht, bevor die feierliche Prozession mit einer Statue und einer Reliquie des heiligen Antonius von Padua begann.

Die Route führte unter anderem zur Pfarrkirche St. Johann Evangelist am Keplerplatz, zur Elisabethkirche im 4. Bezirk sowie zur Karlskirche, wo jeweils Station für Gebet und kurze Impulse gemacht wurde. Die Prozession wurde polizeilich begleitet und zog in der Innenstadt die Aufmerksamkeit zahlreicher Passanten auf sich. Viele blieben stehen, einige beteiligten sich kurzzeitig am Gebet oder zeigten sich sichtbar beeindruckt vom öffentlichen Glaubenszeugnis, ist einem Bericht zu entnehmen.

Den Abschluss bildete eine Festmesse in der Pfarre Alservorstadt, der Ordenspfarre der Wiener Minoriten, zelebriert von Kustos P. Bernhard Lang, gefolgt von einer Antoniusandacht und Einzelsegen mit der Reliquie. Die Veranstalter kündigten an, den Antoniusmarsch künftig jährlich durchzuführen. Er soll nicht nur die Verehrung des heiligen Antonius stärken, sondern auch langfristig auf das 800. Todesjubiläum des Heiligen im Jahr 2031 hinführen.

Der heilige Antonius von Padua (1195-1231) zählt zu den bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche und ist besonders als Prediger und Helfer in schwierigen Anliegen verehrt. Seine Nähe zur franziskanischen Spiritualität und seine Volksfrömmigkeit machen ihn zu einer zentralen Gestalt des Ordens.
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