Situation im Iran, in Saudi-Arabien und im Kongo laut Hilfswerk "Kirche in Not" besonders gravierend - Eingeschränkte Religionsfreiheit auch in Heimatländern von zwei Österreich-Gruppengegnern
Wien, 15.06.2026 (KAP) In 14 der insgesamt 48 Teilnehmerländer der aktuellen Fußball-WM 2026 ist die Religions- oder Weltanschauungsfreiheit eingeschränkt. Darauf hat das internationale katholische Hilfswerk "Kirche in Not" aufmerksam gemacht. In drei Staaten - Iran, Saudi-Arabien und in der Demokratischen Republik Kongo - sei religiöse Verfolgung dokumentiert, teilte das Hilfswerk am Montag in Wien mit. In elf weiteren Ländern, darunter auch in den Heimatländern der österreichischen WM-Gruppengegner Algerien und Jordanien, gibt es laut dem jüngsten "Kirche in Not"-Bericht "Religionsfreiheit weltweit 2025" schwere Formen der Diskriminierung.
Als besonders gravierend stuft das Hilfswerk die Situation im Iran und in Saudi-Arabien ein. Gesetzliche und gesellschaftliche Vorgaben würden dort die Religionsfreiheit erheblich einschränken. Konvertiten und Angehörigen religiöser Minderheiten drohten bei Verstößen Haftstrafen und teilweise sogar die Todesstrafe. Auch in der Demokratischen Republik Kongo bleibe die Lage, verschärft durch die Gewalt im Osten des Landes, angespannt.
Unter den weiteren Teilnehmerländern mit Einschränkungen der Religionsfreiheit listet der Bericht unter anderem Marokko, Tunesien, Katar, Ägypten, die Türkei sowie Usbekistan und den Irak. Besonders dramatisch ist laut "Kirche in Not" die Lage im in weiten Landesteilen von bewaffnete Banden kontrollierten Haiti, wo religiöse Verantwortungsträger in den vergangenen Jahren immer wieder von Entführungen und Gewalt betroffen waren. Auch im WM-Gastgeberland Mexiko setzten Kriminalität und Drogenkartelle kirchliche Mitarbeiter, Priester und Seelsorger zunehmend unter Druck.
In der Zusammensetzung des irakischen Fußball-Nationalteams, das am Dienstag gegen Norwegen in das WM-Turnier startet, sieht "Kirche in Not" derweil ein "Zeichen der Hoffnung". Die Mannschaft sei ein Beispiel dafür, wie Menschen unterschiedlicher religiöser und ethnischer Herkunft gemeinsam auftreten können. Unter den Spielern befänden sich auch Christen, obwohl deren Bevölkerungsanteil im Irak unter einem Prozent liegt.