Papst feiert in Kamerun Stadionmesse und trifft Studierende
17.04.202608:16
Kamerun/Papst/Kirche/Diplomatie
Mit Appellen für Frieden und Gerechtigkeit hat Leo XIV. an den ersten Tagen seiner Afrikareise beeindruckt
Yaoundé/Douala, 17.04.2026 (KAP) Papst Leo XIV. setzt am Freitag seine Afrikareise fort. Am fünften Tag feiert er vormittags in Kameruns ehemaliger Hauptstadt Douala eine Messe unter freiem Himmel. Es wird die bislang größte Massenveranstaltung der Reise sein.
Im und rings um das Japoma-Stadion von Douala werden mehr als eine halbe Million Menschen erwartet, die den Papst sehen und seine Predigt hören wollen. Schon seine Reden am Vortag, in denen er in der Stadt Bamenda Krieg und Ungerechtigkeit verurteilte, wurden von Zehntausenden mit Applaus und Jubel begleitet.
Besuch in Krankenhaus
Nach dem Gottesdienst im Stadion will der Papst ein katholisches Krankenhaus in der mit 2,7 Millionen Einwohnern größten Stadt des Landes besuchen. Anschließend fliegt er zurück in die Hauptstadt Yaoundé. Am späten Nachmittag steht eine Begegnung mit Studierenden und Lehrenden der Katholischen Universität Zentralafrikas mit einer weiteren Ansprache des Papstes auf dem Programm.
Abschluss des Besuches in Kamerun ist am Samstagvormittag ein großer Gottesdienst in Yaoundé. Anschließend reist Leo XIV. weiter nach Angola. Das Land ist nach Algerien und Kamerun das dritte Ziel seiner elftägigen Afrikareise von 13. bis 23. April. Der Papst feiert in Angola dort u. a. eine große Messe nahe der Hauptstadt Luanda und besucht den Marienwallfahrtsort Muxima. Als letzte Station wird das Kirchenoberhaupt ab 21. April Äquatorialguinea besuchen.
(Kathpress-Schwerpunkt mit allen Meldungen und Hintergrundberichten zur Afrika-Reise von Papst Leo abrufbar unter www.kathpress.at/papst-in-afrika)
Als Friedensstifter kam Leo XIV. am Donnerstag in eine der schlimmsten Konfliktregionen Kameruns - Viele Menschen engagieren sich hier seit Jahren für eine bessere Zukunft - Ihnen machte der Papst Mut, sie ihm aber offenbar ebenso - Von Kathpress-Korrespondentin Severina Bartonitschek
Viel Applaus für scharfe Worte des Kirchenoberhaupts bei interreligiösem Friedenstreffen in Bamenda - Papst: "Wehe jedoch denen, die die Religionen und selbst den Namen Gottes für ihre militärischen, wirtschaftlichen und politischen Zwecke verbiegen und damit das Heilige in Schmutz und Finsternis ziehen!"