Sieben Wiener Ordensspitäler legten Leistungskennzahlen für das Jahr 2025 vor - Spitalsverbundssprecher Resch: Sind unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Wien
Wien, 15.04.2026 (KAP) Die Wiener Ordensspitäler versorgen in Wien rund drei von zehn stationären Patienten. In absoluten Zahlen sind das mehr als 120.300 Patientinnen und Patienten in stationärer Aufnahme, hinzu kommen knapp 360.000 Patientinnen und Patienten in ambulanter Versorgung. In Summe mehr als 480.000 Personen. Das geht aus den Leistungskennzahlen für 2025 hervor, die die Ordensspitäler Dienstagnachmittag im Rahmen eines Pressegesprächs im Krankenhaus der Barmherzige Schwestern in Wien präsentierten. Knapp 59.000 Operationen wurden durchgeführt, 11.500 Akut-Rettungszufahrten weist die Bilanz zudem aus.
Prof. Heinrich Resch, Sprecher der Wiener Ordensspitäler, ordnete die Zahlen beim Pressegespräch so ein, dass die Ordensspitäler ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Wien seien. Man sei ein verlässlicher, flexibler und berechenbarer Partner der Stadt. Charakteristisch für die Häuser sei dabei die Kombination aus privater Trägerschaft (Ordensgemeinschaften oder Stiftungen) mit Gemeinnützigkeit.
Einige weitere Kennzahlen 2025: Die sieben Ordensspitäler beschäftigen knapp über 5.500 Personen, der Frauenanteil liegt bei 73 Prozent. Die Beschäftigten kommen aus rund 70 Nationen. Die Ordensspitäler sind zudem auch ein wichtiger Player im Bereich der medizinischen Ausbildung: 2025 befanden sich 274 Personen in fachärztlicher Ausbildung, 112 Personen in Ausbildung zum Allgemeinmediziner und 326 Personen absolvierten ein klinisch-praktisches Jahr. Zudem haben 259 Personen eine Pflegeausbildung begonnen.
Die sieben Wiener Ordensspitäler umfassen das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, das Franziskus Spital und die Spitäler der Vinzenz Kliniken Wien (Herz-Jesu Krankenhaus, Krankenhaus der Barmherzige Schwestern Wien, Orthopädisches Spital Speising, St. Josef Krankenhaus und Göttlicher Heiland). Charakteristisch für die Häuser ist die Kombination privater Trägerschaft (Ordensgemeinschaften oder Stiftungen) mit einem gemeinnützigen Versorgungsauftrag.
Sparen und Effizienzsteigerung
Im Wiener Gemeinderat wurde Ende März einstimmig die Förderung der Wiener Ordensspitäler für das Jahr 2025 im Rahmen der Endabrechnung von 131,7 Mio. Euro auf 160 Mio. Euro erhöht. Für das Jahr 2026 wurde darüber hinaus eine Förderung in Höhe von 174 Mio. Euro genehmigt. Es sei ein besonderes Zeichen der Wertschätzung, "dass alle Fraktionen geschlossen die Wiener Ordensspitäler als wichtige Säule des Wiener Gesundheitswesens schätzen", sagte Resch dazu.
Mit Resch bestritten Günter Pacher, Kaufmännischer Direktor im Krankenhaus der Barmherzige Brüder Wien, David Pötz, Geschäftsführer der Vinzenz Kliniken Wien GmbH, sowie Martin Steiner, Geschäftsführer im Franziskus Spital, das Hintergrundgespräch. Auch sie würdigten den Wiener Beschluss, auch wenn die Kosteneffizienz eine beständige Herausforderung sei. Deutlich wurde auch, dass der stationäre Bereich in allen Spitälern stabil bis leicht rückläufig ist, während der ambulante Bereich deutlich am Wachsen ist.
Jedes der sieben Krankenhäuser sei in seinen speziellen Bereichen um Innovation und Weiterentwicklung bemüht, so Resch. Großes Entwicklungspotenzial gibt es zudem im Bereich der Digitalisierung, so der Tenor beim Pressegespräch.
Arbeitsplatz mit Sinn
Im Blick auf die personelle Situation in den Spitälern meinte Martin Steiner, dass sich die Lage inzwischen wieder entspannt habe. Man habe sich wieder "konsolidiert". Letztlich sei ein Arbeitsplatz im Gesundheitswesen jedenfalls ein "Arbeitsplatz mit Sinn". Erfreut zeigte sich Steiner auch auf Nachfrage, dass die Kollektivvertragsverhandlungen in Wien, anders als etwa in Oberösterreich, konstruktiv und relativ zügig zu einem guten Ergebnis geführt hätten.
Ein unbefriedigenderes Thema ist hingegen die Debatte um die Gastpatienten in Wien aus den Bundesländern. Man sei den Vorgaben der Stadt Wien verpflichtet und halte sich daran, so David Pötz. Zwar wäre eine bundesländerübergreifende Gesundheitsplanung und Finanzierung sinnvoller, waren sich die Spitalsvertreter einig. Pötz: "Wir alle hoffen auf eine zeitnahe Lösung."