Graffitis, Beiträge zu Technikethik, Ausstellungen und Mythen und Monster warten am 24. April in Wien, Linz und Innsbruck auf Besucher
Wien/Linz/Innsbruck, 15.04.2026 (KAP) Ein "Best-of" der österreichischen Forschungslandschaft will die diesjährige "Lange Nacht der Forschung" am 24. April (17 bis 23 Uhr) an über 300 Standorten in 40 Regionen präsentieren. Unter den 450 beteiligten Organisationen bzw. Ausstellern beteiligen sich auch theologische Fakultäten an der Veranstaltung unter dem Motto "Mitmachen. Staunen. Entdecken". So wartet ein interaktiver Bibliothekskrimi in der Diözesanbibliothek Linz, die Frage, was Harry Potter mit dem lieben Gott zu tun hat, in Innsbruck oder die Ausstellung "Ist das Ethik, oder kann das weg" an der Uni Wien, die sich etwa mit Medienethik und Technikethik im Zusammenhang mit KI, Neurotechnologie und Human Enhancement auseinandersetzt.
Der Fachbereich Sozialethik lädt ab 17 Uhr in der Hauptuniversität Wien dazu ein, über aktuelle Fragen der Verteilungsgerechtigkeit, demokratische Teilhabe und Geschlechtergerechtigkeit nachzudenken. Vorgestellt werden auch Forschungsschwerpunkte und -projekte am Institut für Systematische Theologie und Ethik der Katholisch-Theologischen Fakultät.
Zu einer Debatte über Tierethik lädt die Katholische Privat-Universität Linz ab 20 Uhr ein. Unter dem Titel "Der Mensch als 'Krone der Schöpfung'" gehen der Verhaltensbiologe Kurt Kotrschal und der Moraltheologe Michael Rosenberger den historischen Wurzeln dieser Sichtweise nach, um anschließend nach einer neuen Ethik der Beziehung zwischen Menschen und anderen Tieren zu fragen. Ab 18 Uhr können Besucherinnen und Besucher beim Workshop "Wen traf Wehrdienstverweigerer Franz Jägerstätter in Linz?" sich mit dem berühmten Kriegsdienstverweigerer auseinandersetzen.
Graffiti und Street Art
Schon um 17 Uhr gibt Universitätsprofessorin Ilaria Hoppe vom Institut für Kunst eine Führung zu den Wandbildern (Murals) an der KU Linz. Dabei gibt sie eine Einführung in ihren Forschungsschwerpunkt zu Graffiti und Street Art im Bereich Kunstwissenschaft. Monstern, Mythen und Medien widmet sich ein Vortrag ab 19 Uhr und geht der Frage nach, welche Rolle Bilder bei der Entstehung alter und neuer Legenden spielen.
Ab 21 Uhr startet der interaktive Bibliothekskrimi "Das Geheimnis des verschwundenen Breviers - Robert Riddles dritter Fall" in der Diözesanbibliothek Linz, bei dem Besucherinnen und Besucher selbst zu Ermittlern werden. "Zwischen falschen Fährten, Intrigen und überraschenden Wendungen erleben sie Wissenschaftskommunikation hautnah und entdecken Geschichte, Restitution und Bibliothek als lebendigen Schauplatz", heißt es in der Ankündigung der KU Linz.
Harry Potter und der liebe Gott
Was Harry Potter mit dem lieben Gott zu tun hat, erklärt der Institutsleiter für Systematische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät Innsbruck, Nikolaus Wandinger, in einem Vortrag (18 Uhr). Ein interaktiver Vortrag (19 Uhr) vom Theologen und Philosophen Bruno Niederbacher beschäftigt sich mit der Frage "Hat mein Leben einen Sinn?", mit der sich seine Fachkolleginnen und -kollegen schon seit Jahrtausenden beschäftigen.
Ob Menschen, die blind geboren sind, wissen, wie es ist zu sehen, und ob taub geborene Menschen wissen, wie es ist zu hören, fragt Daniel Wehinger in seinem Vortrag (20 Uhr) an der Katholisch-Theologischen Fakultät Innsbruck. Ab 18 Uhr wird in der Justman-Werkstatt die Ausstellung "Jüdische Menschen in Tirol - Wie die Nazi-Herrschaft überleben?" gezeigt. Forschende des "Justman-Projekts" begleiten durch die Ausstellung mit Zeitzeugengesprächen, Ausweisen, Fotos, Gefangenenlisten, Online-Datenbanken, Landkarten und Handschriften.