Papst steht in regelmäßigem Kontakt mit seinen Brüdern
13.04.202611:03
USA/Vatikan/Leute/Papst/Familie
Papst-Bruder John Prevost in "La Croix"-Interview: Privates statt Politik Thema bei Gesprächen
Paris, 13.04.2026 (KAP/KNA) Papst Leo XIV. steht in regelmäßigem Kontakt mit seinen beiden Brüdern John und Louis Prevost. "Wir sprechen uns täglich", so John Prevost über sein persönliches Verhältnis zu Leo XIV. in einem am Montag im Internet veröffentlichten Interview der französischen Zeitung "La Croix".
Über Entscheidungen oder die Politik des Papstes sprächen beide jedoch eher nicht, fügte Prevost hinzu. "Wahrscheinlich, weil ich nicht alle diese Leute kenne. Und wenn wir telefonieren, ist es bei ihm meist schon gegen 22.30 Uhr, da macht es keinen Sinn, vor dem Schlafengehen in so schwere Themen einzutauchen." Stattdessen spielten sie weiterhin Words with friends und Wordle, zwei Online-Buchstabenspiele.
Schwer falle ihm jedoch immer noch zu akzeptieren, dass sein Bruder, mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost, mit seiner Wahl zum Papst nicht mehr in den Kreis der Familie und seine Heimat zurückkehren könne, so Prevost. "Ich habe mir ein neues Auto gekauft, habe es Rob erzählt, und er meinte, er werde es nie fahren können - dabei ist das eine seiner Lieblingsbeschäftigungen", sagte Prevost. Er habe gespürt, wie sehr dieser Umstand auf dem Papst laste.
Einmal in der Woche Gespräche mit Louis
Mit Louis, dem dritten Bruder, der US-Präsident Donald Trump unterstützt, redeten er und der Papst einmal in der Woche, so John Prevost weiter. "Louis äußert sich mittlerweile zurückhaltender zu seinen politischen Ansichten", sagte Prevost.
Man gehe bei den Gesprächen untereinander zurückhaltend mit politischen Themen um. "Es hat derzeit keinen Sinn, sich über solche Dinge zu streiten. Wir wissen, dass niemand die Meinung eines anderen ändern kann, also bringt es nichts, sich zu streiten." Auf Englisch fügte Prevost hinzu: "We all know where we stand" - "Wir alle wissen, wo wir stehen".