Dacherverband "AG Globale Verantwortung: Unterfinanziertes internationales Hilfssystem kann mit weltweiten Krisenherden immer weniger Schritt halten - Österreich wäre gefragt
Wien, 18.03.2026 (KAP) Der NGO-Dacherverband "AG Globale Verantwortung" hat an die österreichische Regierung appelliert, den Auslandskatastrophenfonds für Menschen in Not umfassend aufzustocken. Im Nahen Osten drohe ein Flächenbrand, die humanitäre Lage verschärfe sich dramatisch, warnte Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung, in einer Aussendung am Mittwoch. Wank verwies auf das seit Jahren strukturell unterfinanzierte internationale Hilfssystem, das mit den weltweiten Krisenherden immer weniger Schritt halten könne und an seine Grenzen stoße. In dieser zugespitzten Weltlage brauche es Staaten, "die sich zu internationalen Regeln bekennen und für die der Schutz von Zivilistinnen und Zivilisten unverhandelbar ist."
Ein Land wie Österreich sollte dabei eine wichtige Rolle einnehmen. Mit dem Auslandskatastrophenfonds und den erfahrenen österreichischen Hilfsorganisationen könne Österreich wirksam helfen. Die derzeit vorgesehenen Mittel reichten aber bei weitem nicht aus, um den tatsächlichen humanitären Bedarfen gerecht zu werden. "Wir appellieren daher an Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und Finanzminister Markus Marterbauer, den Auslandskatastrophenfonds rasch deutlich zu erhöhen", so Wank.
Das derzeitige Weltgeschehen sei ein "schriller Weckruf", so der AG-Geschäftsführer: "Wenn die Bundesregierung an einer friedlicheren, gerechten und stabileren Welt mitwirken und auch die Sicherheit und das Wohlergehen der österreichischen Bevölkerung gewährleisten will, dann muss sie die humanitäre Hilfe und die langfristig wirkende internationale Entwicklung in ihrem nächsten Budget substanziell stärken."