Gestaltung durch Jugendliche aus Österreich und Argentinien - Spendenerlös fließt in weltweite Wasserprojekte
Wien, 13.02.2026 (KAP) Die Steyler Missionare bieten heuer unter dem Motto "Kraftquelle Gott" ihren traditionellen Fastenkalender an. Dieser schenkt täglich stärkende Impulse und soll dazu anregen, in der Fastenzeit über die eigenen Kraftquellen nachzudenken. Die enthaltenen Texte und Illustrationen sollen dabei helfen, zur Ruhe zu kommen, in sich hineinzuhören und sich von Gott berühren und stärken zu lassen, heißt es in einer aktuellen Aussendung der Ordensgemeinschaft. Die Illustrationen stammen von Schülerinnen und Schülern der HBLA Elmberg in Oberösterreich sowie aus einer Schule in Argentinien, die von der Missionsprokur unterstützt wird. Die Texte kommen aus der Feder von Jugendlichen und Erwachsenen aus Österreich, die sich mit dem Thema "Kraftquelle Gott" auseinandergesetzt haben.
Die gemeinsame Gestaltung des Kalenders durch junge Menschen aus Österreich und Südamerika sei ein Zeichen für Zusammenarbeit und Solidarität über Kontinente hinweg, betont Pater Stephan Dähler SVD, Direktor der Missionsprokur St. Gabriel International. "So wie Wasser fließt auch die Liebe Gottes durch uns alle, gibt uns innere Kraft und stärkt unseren Glauben. Davon berichten die Texte auf beeindruckende Weise." Die Spenden für den Kalender kommen weltweiten Wasserprojekten zu, die die Wasserversorgung vieler Menschen sicherstellen und ihre Lebensbedingungen nachhaltig verbessern.
Nicht nur sei sauberes Trinkwasser für Hygiene und Gesundheit wichtig, auch der Zugang zu Bildung und zu einem gesicherten Einkommen sei eng mit der Wasserversorgung verknüpft. Oft seien Kinder und Frauen stundenlang unterwegs, um Wasser für ihre Familien zu bekommen. Diese Zeit fehle für Schule, Ausbildung oder Beruf. "Wasser ist ein Geschenk Gottes und unsere Lebensquelle. Wir Steyler Missionare wollen diese Gabe für Menschen auf der ganzen Welt zugänglich machen", berichtete Dähler über ein bereits erfolgreich durchgeführtes Projekt.
Projekt in Togo
Das Beispiel des Dorfes Tchirkpambou in Togo zeige, welche Folgen eine unzureichende Wasserversorgung haben könne. Der bisher einzige Brunnen habe zu wenig und häufig verschmutztes Wasser geliefert. In der Folge seien Krankheiten wie Typhus oder Darmentzündungen aufgetreten. Alle 615 Einwohnerinnen und Einwohner des Dorfes hätten sich an dieser einen Wasserstelle versorgen müssen, was zu langen Warteschlangen geführt habe. Kinder, die für das Wasserholen zuständig seien, seien dadurch oft zu spät zur Schule gekommen.
Mit Unterstützung der Missionsprokur St. Gabriel International sei die Wasserversorgung des Dorfes verbessert worden. Ein neues, 70 Meter tiefes Bohrloch liefert nun sauberes Wasser. Mithilfe von Solarenergie wird dieses in Tanks mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 9000 Litern gepumpt und anschließend über unterirdisch verlegte Rohrleitungen auf 18 Zapfstellen im Dorf verteilt.
Fastenkalender seit 2014
Seit mehr als zehn Jahren geben die Steyler Missionare den Fastenkalender heraus. Er erscheint in einer Auflage von 30.000 Stück, wird an Interessierte verschickt und liegt in vielen Pfarren und Kirchen auf. Seit 2014 sind die Steyler Missionare Herausgeber des Fastenkalenders, die Idee dazu ging ursprünglich vom verstorbenen Weihbischof Florian Kuntner aus. Sein Anliegen war es, mit den Spenden für den Fastenkalender Projekte in Ländern des Globalen Südens zu finanzieren. Für die Missionsprokur St. Gabriel International ist die Herausgabe des Fastenkalenders Teil ihres Auftrags zur missionarischen Bewusstseinsbildung. (Infos und Bestellmöglichkeit: www.steylermission.at)
Die Steyler Missionare bieten neben dem Fastenkalender auch einen Fasten-Newsletter an. In diesem begleiten die Steyler Missionare und Missionsschwestern Interessierte Woche für Woche mit Gebeten und Impulsen. (https://www.lebenjetzt.eu/fastenzeit26)