Stift St. Lambrecht startet Vortragsreihe "Geschichte erzählen"
13.01.202610:36
Österreich/Kirche/Geschichte/Kultur
Monatliche Referate über Historie des Klosters machen benediktinisches Leben sichtbar und bieten Raum für Begegnung, Austausch und Orientierung
Graz, 13.01.2026 (KAP) Mit der monatlichen Vortragsreihe "Geschichte(n) erzählen" eröffnet das Benediktinerstift St. Lambrecht am 21. Jänner einen zentralen Programmpunkt seines heurigen 950-Jahr-Jubiläums. Altabt Benedikt Plank wird im Pfarrsaal über die Gründung des Stiftes durch Markgraf Markward von Eppenstein referieren, teilte das Stift mit. Die Abende beginnen jeweils um 18 Uhr mit der Vesper und der Konventmesse in der Stiftskirche, gefolgt von Vortrag und Gespräch um 19 Uhr an verschiedenen Orten innerhalb des Klosters, die jeweils auf den Inhalt der Vorträge Bezug nehmen.
So widmet sich am 25. Februar Altabt Otto Strohmaier den "Ikonen - Fenstern zur Ewigkeit". Dabei wurde als Räumlichkeit ebenso die "Schule des Daseins" gewählt wie am 18. März, wenn P. Aaron Laun unter dem Titel "Fasten, Schweigen, Barttracht: Was Mönche (nicht) durften" über das Klosterleben zwischen Ordensregel und gelebter Realität spricht. Einen Einblick in den monastischen Alltag gibt weiters auch P. Gerwig Romirer mit dem Vortrag "Ein Tag im Leben eines Mönches" (15. April, Stiftskirche).
Fragen der Nachhaltigkeit stehen im Mittelpunkt des Abends "Schöpfungsverantwortliches Wirtschaften" mit P. Gerwig Romirer und Florian Wallner (20. Mai, Heizwerk der Naturwärme). Der Stiftsgarten als spiritueller und ökologischer Lebensraum wird am 17. Juni beim Vortrag "Der Stiftsgarten als Ort vielfältiger Lebendigkeit" thematisiert, und zwar im Gewächshaus des Gartens.
Kirchenmusikalische Geschichte behandelt dann P. Christoph Pecolt mit "Die Westenfelder-Orgel von 2003 und ihre Vorgängerinnen" am 15. Juli in der Stiftskirche. Dort setzt auch Abt Alfred Eichmann am 19. August einen geistlichen Schwerpunkt mit dem Vortrag "Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden" und reflektiert am 16. September im Sitftshof unter dem Titel "'Müßiggang ist der Seele Feind' ... und studiere" über Arbeit und Bildung im benediktinischen Leben.
Historische Umbrüche stehen am 21. Oktober im Fokus, wenn P. Michael Staberl über "Der Kampf ums Überleben. St. Lambrecht und Mariazell im Josephinismus" spricht, in der "Schule des Daseins". Am 18. November gibt erneut Altabt Benedikt Plank im Kaisersaal einen Überblick über "Highlights in der Stiftsgeschichte", ehe die Reihe am 16. Dezember mit einem weiteren Vortrag von P. Michael Staberl zu "Mariazell - von der Gründung des St. Lambrechter Mönches zum Heiligtum der Donauvölker" abschließt.
Die Reihe "Geschichte(n) erzählen" soll den Reichtum benediktinischen Lebens sichtbar machen und Raum für Begegnung, Austausch und Orientierung bieten. Die Vorträge sind eingebettet in das Jubiläumsjahr des Stiftes St. Lambrecht unter dem Leitwort "Geist voll leben - seit 950 Jahren", das mit liturgischen Höhepunkten, kulturellen Veranstaltungen und wissenschaftlichen Akzenten gefeiert wird. Das Kloster wolle sich dabei bewusst als "geistlicher Ort der Gegenwart" positionieren, hieß es. (www.stift-stlambrecht.at)