Festakt am 25. April im Salzburger Bildungshaus St. Virgil - Österreichische Bischöfe würdigen Einrichtung als wichtigen Ort theologischer Bildung - Zeitgleicher "Spezialkurs" über die Aktualität des Konzils
Wien, 03.04.2025 (KAP) Eine fundierte theologische Grundausbildung ortsungebunden für alle: Das ermöglicht der "Theologische Fernkurs" seit inzwischen 75 Jahren. Die Wiener "Theologischen Kurse", aus denen der Fernkurs als eigenes Angebot und später als eigenes Institut hervorgegangen ist, feiert dieses Jubiläum am 25. April mit einem Festakt und einem "Spezialkurs" über die Aktualität des Zweiten Vatikanischen Konzils in Salzburg. Das teilten die "Theologischen Kurse" am Donnerstag in einer Presseaussendung mit.
Den Festvortrag bei der Feier im Salzburger Bildungshaus St. Virgil wird der emeritierte Luzerner Bibelwissenschaftler Prof. Walter Kirchschläger zum Thema "Gott - Mensch - Gesellschaft: Kardinal König und das Konzil" halten. Im Anschluss daran werden kurze Statements die Geschichte, Entwicklung und künftigen Herausforderungen des Fernkurses und der Theologie insgesamt skizzieren. Referierende sind dabei u.a. Weihbischof Anton Leichtfried, die Wiener Pastoraltheologin Prof. Regina Polak, die Salzburger Moraltheologin Prof. Angelika Walser, die Salzburger Seelsorgeamtsleiterin Lucia Greiner sowie Theresa Leitner als Absolventin des Fernkurses. Nach einer zusammenführenden Podiumsdiskussion wird der Festakt von einer Vesper abgerundet.
Zeitgleich findet vom 25. bis 27. April ebenfalls in Salzburg der Spezialkurs "Christsein in der Welt von heute. Zur Aktualität des Zweiten Vatikanischen Konzils" statt. Referierende sind Prof. Franz Gmainer-Pranzl und Dr. Elisabeth Höftberger (beide Salzburg), Prof. Regina Polak (Wien), Prof. Walter Kirchschläger (Luzern) sowie der Leiter der "Theologischen Kurse", Erhard Lesacher. (Infos zum Jubiläum und Anmeldemöglichkeiten zu beiden Veranstaltungen unter: www.theologischekurse.at/75jahre)
Geschichte und Gegenwart des Fernkurses
Gratulationen zum Jubiläum kommen u.a. von den österreichischen Bischöfen. So würdigte Kardinal Christoph Schönborn in einem Grußwort den Theologischen Fernkurs als wichtigen Ort theologischer Bildung: Das Kursangebot befähige dazu, "wachsam und aus dem Glauben heraus das Zeitgeschehen zu reflektieren und auch heute politischen Ideologien zu widerstehen". Theologische Bildung erweise sich schließlich "im Dienst am Nächsten: Sie ermutigt, die Stimme zu erheben und zu helfen, wo Menschen Not leiden oder unterdrückt werden. Vor allem kann sie hinführen zu einer immer tieferen Freundschaft mit Christus", so Schönborn.
Als Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz würdigte außerdem Erzbischof Franz Lackner das Angebot der Theologischen Kurse und speziell des Fernkurses angesichts der Tiefe und Breite der Befassung mit Fragen des Glaubens: "Jahrhunderte, sogar Jahrtausende der Gotteserfahrung begegnen uns im Glauben, wie er heute ist - sich auch wissenschaftlich mit ihm zu beschäftigen, erweist sich immer wieder als lohnende Aufgabe. In diesem Bewusstsein, so bin ich sicher, dürfen die 'Theologischen Kurse' auch auf die kommenden Jahre bis zu ihrem hundertjährigen Bestehen blicken."
Start des neuen Fernkurses im Herbst
Gegründet wurde der Theologische Fernkurs 1950 von der damaligen Leiterin der Theologischen Kurse, der Theologin Margarete Schmid. Sein erklärtes Ziel war es, über das Einzugsgebiet Wiens hinaus Katholikinnen und Katholiken im ganzen Land zu erreichen und ihnen eine breite und zugleich in die Tiefe führende theologische Grundbildung zu vermitteln. Von Beginn an wechselten sich dabei Zeiten des Selbststudiums auf Basis von Skripten und Zeiten gemeinsamen Lernens bei Studienwochen ab. 1962 wurde der "Fernkurs für theologische Bildung" als überdiözesanes Werk der Bischofskonferenz unterstellt.
Heute stellt der Fernkurs eine von drei möglichen Kurssäulen im Gesamtkonzept des "Lehrgangs Theologie" dar. Neben dem Präsenzkurs in Wien und einem reinen Online-Kurs erfreue sich der Theologische Fernkurs weiterhin großer Beliebtheit, heißt es in der Aussendung. Er umfasst fünf Semester (zweieinhalb Jahre) und baut auf den Fächern des universitären Theologiestudiums auf. Die begleitenden Studienwochen oder Studienwochenenden (je nach gewähltem Kurstyp) finden in Bildungshäusern in ganz Österreich statt.