Italiens Synodalversammlung endet mit Gang durch Heilige Pforte
03.04.202510:23
Italien/Vatikan/Kirche/Konferenzen
In Italien sind katholische Synoden meist feierliche Kirchenversammlungen mit wenig Streit - Nun hat in Rom eine Synodalversammlung getagt, an der mehr Laien als Priester teilnahmen
Rom, 03.04.2025 (KAP) Mit einem Pilgergang durch die Heilige Pforte und einem Gottesdienst im Petersdom ist am Mittwochabend die zweite Synodalversammlung der katholischen Kirche in Italien zu Ende gegangen. Rund tausend Menschen nahmen laut der Italienischen Bischofskonferenz CEI an den dreitägigen Beratungen und Gottesdiensten teil, darunter 540 Menschen ohne Weihe. Frauen bildeten mit 277 Teilnehmern die größte Gruppe. Von den mehr als 200 Bischöfen in Italien nahmen 168 an der Synode teil. Die inhaltlichen Beratungen waren nicht medienöffentlich.
Zu Beginn der Synodalversammlung hatte der Bischofskonferenz-Vorsitzende, Kardinal Matteo Zuppi, die Teilnehmer ermutigt, sich auf eine "ernste und weise Arbeit, kühn und voller Hoffnung" einzustellen. Es gehe um eine Erneuerung des Glaubens unter den Bedingungen der heutigen Zeit.
Die Ergebnisse der Versammlung sollen bei der Vollversammlung der Bischöfe vom 26. bis 29. Mai aufgegriffen werden. Italiens Bischofskonferenz ist die größte in Europas. Ein spürbar abnehmender Gottesdienstbesuch und sinkende Priesterzahlen stellen die Kirche des Landes seit einigen Jahren vor ungewohnte Herausforderungen.
Am letzten Tag der Beratungen kamen am Mittwochmorgen die Arbeitsgruppen im Vatikan zusammen und tauschten sich über die Ergebnisse ihrer Teil-Diskussionen aus. Am Nachmittag standen sogenannte Zeugnis-Berichte auf dem Programm. Dabei erzählten Menschen von Glaubenserfahrungen in besonders herausfordernden Situationen. Unter ihnen waren der Gefängnisseelsorger Claudio Burgio aus Mailand und die Mutter des prominenten Progerie-Patienten Sammy Basso, der im vergangenen Oktober im Alter von 28 Jahren starb.