Erzbischof Lackner würdigt Vermächtnis von Johannes Paul II.
02.04.202518:28
Österreich/Papst/Kirche/Johannes.Paul.II./Lackner
Salzburger Erzbischof und Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz: Heiliger Papst ist besonderer "Fürsprecher für den Frieden und für das Leben"
Salzburg, 02.04.2025 (KAP) Der Salzburger Erzbischof und Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Franz Lackner, hat das Vermächtnis des heiligen Papstes Johannes Paul II. (1920-2005) gewürdigt und ihn als besonderen "Fürsprecher für den Frieden und für das Leben" bezeichnet. Gerade heute, da der Glaube vielerorts im Schwinden begriffen ist, gelte es, den Blick auf das starke Zeugnis des Papstes zu richten, dessen Todestag sich am Mittwoch zum 20. Mal jährte.
"Als Gesellschaft ist uns sein unbedingter Einsatz für den Frieden und die Verständigung unter den Völkern und Religionen heute gleichermaßen ein Vorbild", so Lackner. Im laufenden Heiligen Jahr 2025 erinnere das Motto "Pilger der Hoffnung" zudem an das Motto des ersten Pastoralbesuches des heiligen Papstes 1983 in Österreich: "Hoffnung leben - Hoffnung geben".
Besonders berührt an Johannes Paul II. habe ihn, so der Erzbischof weiter, eines seiner Worte im Jahr 1994, als der Papst schwer gestürzt war und sich den Oberschenkel gebrochen hatte. Nach dieser Verletzung und auch nach dem Attentat von 1981 habe er verstanden, dass es für das Papstamt nicht nur das Gebet und die Arbeit brauche, sondern gerade auch das Leiden. Lackner: "Seine von schwerer Krankheit gezeichneten letzten Jahre sind uns in prägender Erinnerung. Er ging seinen Weg zum Kreuz auch noch, als seine Beine es ihm schon versagten."
Karol Wojtyla habe auch der Diktatur widerstanden. "Er vermochte sie auf friedlichem Weg zu überwinden und anderen diesen Weg zu weisen", schrieb Lackner, und fuhr fort: "Möge er uns heute, wo wir als Kirche auf eine von Kriegen und Not geplagte Welt blicken, besonders auch in unmittelbarer Nähe zu seinem Geburtsland, ein Fürsprecher für den Frieden und für das Leben sein." Weiters solle der 2014 Heiliggesprochene "uns auch in unserer Verkündigung des Evangeliums Jesu in diesem säkularen Zeitalter betend und bittend begleiten, auf dass wir die wahre Hoffnung, die im Kreuz ist, bezeugen, leben und geben können".
Lackner bekundet zudem, dass er dem Papst auch persönlich in besonderer Weise verbunden sei: In seine lange Amtszeit, "in der er das Kreuz des Erlösers persönlich in fast jeden Winkel der Erde trug", falle auch seine Ernennung zum Bischof, so der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, der schloss mit: "So bin ich ihm und seinem Vermächtnis in besonderer Weise verbunden. Wann immer ich in Rom bin, verweile ich auch an seinem Grab."