Papst: Mehr in die Augen statt auf Bildschirme schauen
02.04.202508:49
Vatikan/Papst/Computer und Informationstechnologie/Technologie/Internet
Franziskus in Videobotschaft zu seinem Gebetsanliegen im April: "Wenn wir mehr Zeit mit dem Handy verbringen als mit Menschen, stimmt etwas nicht"
Vatikanstadt, 02.04.2025 (KAP) Papst Franziskus ruft zu einem sensiblen Einsatz neuer Technologien auf. "Wenn wir mehr Zeit mit dem Handy verbringen als mit Menschen, stimmt etwas nicht", so der 88-Jährige in einer neu veröffentlichten Videobotschaft zu seinem Gebetsanliegen im April. "Der Bildschirm lässt uns vergessen, dass dahinter echte Menschen sind, die atmen, lachen und weinen."
Zwar sei Technologie das Ergebnis der Intelligenz, die Gott den Menschen geschenkt habe, jedoch müsse sie gut genutzt werden, so Franziskus weiter. Sie müsse allen zugute kommen: "Um den Armen zu helfen. Um das Leben von Kranken und Menschen mit Behinderungen zu verbessern." Ebenso könnte sie dabei helfen, die Umwelt zu schützen oder einfach Begegnungen zu fördern.
"Wie sehr würde ich mir wünschen, dass wir weniger auf Bildschirme schauen und uns mehr in die Augen sehen!", so der Papst. "Beten wir, dass der Einsatz neuer Technologien die menschlichen Beziehungen nicht ersetzt, die Würde der Menschen respektiert und dazu beiträgt, die Krisen unserer Zeit zu bewältigen."
In dem Video der Vatikan-Stiftung "Gebetsnetzwerk des Papstes" ist lediglich die Stimme des Kirchenoberhaupts zu hören. Begleitet wird sie von älteren Videoausschnitten aus Franziskus' Amtszeit und Illustrationsbildern. Die Produzenten weisen darauf hin, dass der Papst den Text vor seiner Spitals-Einlieferung am 14. Februar eingesprochen hat.
Aufgrund mitunter lebensbedrohlicher Atemwegsinfektionen wurde Franziskus 38 Tage lang im Krankenhaus behandelt. Aktuell erholt er sich in seinem Privattrakt im Vatikan. Atmung und Sprechfähigkeit verbessern sich zusehends.