Zahlreiche Angebote in ganz Österreich rund um den 10. September
Am 10. September wird weltweit der Tag der Suizidprävention begangen. Auch in Österreich machen kirchliche Einrichtungen, Gesundheitsorganisationen und Beratungsstellen mit Veranstaltungen und Informationsangeboten auf das Thema aufmerksam. Dabei geht es um ganz unterschiedliche Aspekte: Gedenkfeiern geben Angehörigen von durch Suizid verstorbenen Menschen Raum für Trauer, zugleich sollen Informations- und Präventionsangebote das Bewusstsein dafür schärfen, dass Suizidgedanken ansprechbar sind und Betroffene Unterstützung finden können.
Fachleute betonen, dass ein offener Umgang mit dem Thema dazu beitragen kann, Menschen in Krisen früher zu erreichen. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Gespräch. Menschen mit Suizidgedanken und ihre Angehörigen erleben häufig Scham, Schuldgefühle oder Einsamkeit. Präventionsarbeit setzt deshalb darauf, Belastungen ernst zu nehmen, zuzuhören und konkrete Hilfe anzubieten. Fachleute aus Medizin, Psychotherapie, Seelsorge und Trauerbegleitung betonen, dass Krisen mit Unterstützung überwunden werden können. Auch die Palliativmedizin verweist auf die Bedeutung verlässlicher Begleitung schwerkranker Menschen und rät, Sterbewünsche und Ängste offen anzusprechen.
Verantwortung im Umgang mit Suizid kommt schließlich auch den Medien zu. Sachliche Berichterstattung kann zur Enttabuisierung beitragen, ohne Suizide zu dramatisieren oder Nachahmung zu fördern. Darauf weist der Papageno-Medienpreis hin, der Beiträge zur Suizidprävention und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema auszeichnet. Forschung und Fachpraxis liefern rund um den 10. September zugleich Erkenntnisse über Risikofaktoren und wirksame Prävention.
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