Warnung vor illegaler Anwerbung, Zwangsarbeit, sexueller Ausbeutung und Online-Missbrauch - Diözesane Komitees gegen Menschenhandel im Aufwind
Manila, 04.02.2026 (KAP) Die katholischen Bischöfe der Philippinen drängen auf eine Intensivierung kirchlicher Maßnahmen gegen Menschenhandel. Anlass ist unter anderem der Internationale Gebets- und Gedenktag gegen Menschenhandel am 8. Februar, dem Gedenktag der heiligen Josefina Bakhita, so die Kirchenführer. Menschenhandel sei nicht nur ein soziales, sondern ein moralisches Problem und erfordere strukturelle Veränderungen.
Die Ausbeutung von Menschen auf den Philippinen halte an und sei vielfältig, so die Bischöfe. Illegale Anwerbung, Zwangsarbeit, sexuelle Ausbeutung und zunehmend auch Online-Missbrauch seien weit verbreitet, besonders bei Kindern. Menschenhandel sei ein dauerhaftes Problem, vor allem in städtischen Gebieten. Die Bischöfe fordern eine engere Zusammenarbeit von Kirche und staatlichen Stellen.
UNO-Daten zufolge sind die meisten Opfer erwachsene Frauen, gefolgt von minderjährigen Mädchen. Viele Fälle haben ihren Ursprung im Großraum Manila und anderen urbanen Zentren. Zunehmend nutzen Täter digitale Plattformen und täuschen Arbeitsangebote im In- und Ausland vor. Als begünstigende Faktoren nennen die Bischöfe Armut, mangelnde Bildung, bewaffnete Konflikte und Naturkatastrophen. Diese erhöhten die Verwundbarkeit weiter.
Der Vorsitzende der Migrantenkommission, Bischof Socrates Mesiona, rief die Diözesen seines Landes auf, eigene Komitees gegen Menschenhandel einzurichten oder auszubauen. Diese sollen eine koordinierte pastorale Antwort ermöglichen. In den vergangenen drei Jahren wurden landesweit rund zwölf derartige Gremien gegründet. Auch Pfarren sollen das Thema stärker in ihre pastorale Arbeit integrieren.