Steyler Missionsschwestern: Profess-Premiere in neuer Europa-Provinz
04.02.202613:53
Niederlande/Österreich/Kirche/Orden
Künftig in Innsbruck lebende Belgierin Sr. Dessouroux legt erste Versprechen des Ordens ab
Amsterdam, 04.02.2026 (KAP) Nur wenige Wochen nach der Gründung ihrer Europäischen Ordensprovinz haben die Steyler Missionsschwestern ihre erste Profess in der neuen Organisationsstruktur gefeiert. Die 38-jährige Belgierin Sr. Anne-Sophie Dessouroux legte am 31. Oktober das Versprechen der drei Gelübde Armut, Gehorsam und ehelose Keuschheit ab. Dessouroux hat ihre Ausbildungszeit unter anderem in Deutschland verbracht, wird künftig jedoch in der Kommunität in Innsbruck leben und dort ihr Theologiestudium fortsetzen, geht aus einem Bericht der Ordenskonferenz (Mittwoch) hervor.
Die Europäische Provinz wurde Mitte Jänner 2026 offiziell gegründet. Sitz der Verwaltung ist das Koloman-Kloster in Stockerau bei Wien. Mit der Neustrukturierung wurden die bisherigen Provinzen Deutschland, Österreich und Niederlande sowie die Regionen Spanien/Portugal und England/Irland zusammengeführt. Die neue Provinz umfasst insgesamt zehn Länder, darunter auch Italien, Rumänien und Portugal. Die Leitung übernahm Sr. Anna-Maria Kofler, die von einem Leitungsteam mit Vertreterinnen der bisherigen Provinzen unterstützt wird.
Die Professfeier am Samstag im Mutterhaus in Steyl (Niederlande) wurde von P. Hans-Martin Rieder geleitet, der Dessouroux auf ihrem geistlichen Weg begleitet hatte. Provinzleiterin Sr. Kofler verwies auf den Leitsatz von Sr. Dessouroux, "Allein Gott kann Dein Herz ausfüllen!" Sr. Christine Müller, Postulatsleiterin der neuen Provinz, betonte in ihrer Predigt, dass die drei evangelischen Räte nicht nur Verzicht bedeuten, sondern eine Lebensform eröffnen, die das gesamte Evangelium erfahrbar macht. Als Bild diente dabei das biblische Gleichnis vom Weinstock.
Die Steyler Missionsschwestern, offiziell Missionskongregation der Dienerinnen des Heiligen Geistes (SSpS), wurden 1889 von Arnold Janssen in Steyl (Niederlande) gegründet. Weltweit sind rund 3.000 Schwestern in mehr als 40 Ländern aktiv, vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Sozial- und Pastoralarbeit.